Zuchtviehmarkt

Zuchtviehmarkt in Weilheim: Gute Nachfrage nach Bullen und Jungkühen

 

Während bei der letzten Auktion im April das Interesse an Deckbullen noch sehr bescheiden war,

bestand am diesjährigen Maimarkt wiederum eine große Nachfrage. Da auch die Qualität der angebotenen Tiere sehr ansprechend war, konnten alle 17 angebotenen Bullen zu ansehnlichen Erlösen abgesetzt werden. Der Durchschnittspreis bei den Natursprungstieren lag bei 1935 €, die Preisspanne bewegte sich von 1600 bis 2400€.

Zwei Tiere standen aufgrund ihrer hervorragenden Zuchtwerte im Focus der anwesenden Besamungsstationen. Der an die erste Stelle gereihte Erbhof-Sohn, gezüchtet von Walser Michael aus Mandl, überzeugte neben seinen durchwegs positiven genomischen Zuchtwerten, vor allem aufgrund seiner außergewöhnlichen körperlichen Entwicklung. Mit einem Gewicht von 645 kg bei einem Alter von gerade einem Jahr, erreichte das Tier tägliche Zunahmen von 1658 g.

Nach einem Bieterwettstreit mehrerer Stationen fiel der Hammer schließlich bei 32000€ für den Besamungsverein Neustadt. Ebenfalls nach Neustadt wechselt für 18600€ ein an die zweite Stelle gereihte Votary-Sohn, gezüchtet von Geiger Lorenz und Irmgard aus Wielenbach. Der aus einer Reumut-Tochter gezogene Bulle, gehört mit einem Gesamtzuchtwert von 127 und einem Milchwert von 126 zu den besten Söhnen des hornlos vererbenden Bullen Votary PS. Aufgrund seiner guten Zuchtwerte im Kalbeverlauf (116), ist er auch sehr gut für die Belegung von Kalbinnen geeignet.

Mit 42 angebotenen Fleckvieh-Jungkühen war das Angebot etwas geringen als beim letzten Markt.

Die erzielten Preise bewegten sich mit durchschnittlich 1739 € bei den Jungkühen ohne Mängelansagen, auf dem gleichen Niveau wie im April. Die Preisspanne lag hier zwischen 1340€ bis 2000€. Spitzenpreise über 2000€, waren die Kaufinteressenten, trotz sehr guter Qualität der Tiere und hoher Milchleistung (durchschnittlich 29,3kg) nicht bereit zu zahlen.

Verkäufer von Jungkühe mit Mängelansagen mussten mit im Schnitt 1250€ deutlich niedrigere Erlöse hinnehmen.

Zwei angebotene Braunviehjungkühe konnten zu durchschnittlich 1875€ absetzt werden. Die von Berchtold Josef aus Birkland gezogene, natürlich hornlose Vasient-Tochter erreichte mit 2100 € den Tageshöchstpreis bei den Jungkühen insgesamt. Das formschöne und leistungsbereite Tier wechselt in einen Zuchtbetrieb nach Südtirol.

Ergänzt wurde das Angebot durch zahlreiche Jungrinder aus einer Bestandsauflösung, bzw. Bestandsverringerung. Von den 25 zum Verkauf stehenden Fleckvieh Jungrindern, fanden 22 Tiere einen neuen Besitzer. Je nach Qualität und Alter der Rinder wurden hier zwischen 560€ bis 960€ erlöst.

Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Donnerstag, den 13. Juni statt.