Zuchtviehmarkt

Zuchtviehmarkt in Weilheim: Vermarktung am Rande der „Blauzungen Restriktionszone“

 

Nach einem bestätigten „Blauzungen Fall „ in der Nähe von Stuttgart sind weitere Landkreise von Bayern in das Restriktionsgebiet gefallen. Hier gilt, nur noch negativ untersuchte Tiere dürfen der Vermarktung an einem Viehmarkt zugeführt und in ein „freies „ Gebiet vermarktet werden.

Betroffen sind im Einzugsbiet der Weilheimer Zuchtverbände, die Landkreise Landsberg, Fürstenfeldbruck sowie Teile des benachbarten Ostallgäu. Der Marktstandort Weilheim selbst, ist momentan noch nicht betroffen. Vor diesem Hintergrund gab es für die Züchter aus den betroffenen Gebieten zusätzlichen Aufwand mit der Untersuchung der Tiere. Hierbei erwiesen sich alle Tiere als „Blauzungen Frei“ und konnten aufgetrieben werden.

Bei den Fleckvieh Stieren wurden insgesamt 19 Tiere angeboten. Die Qualität der Bullen war wiederum sehr ansprechend und so konnte die Körkommission neun Tiere in die höchste Wertklasse 1 einstufen. Spitzenstier des Marktes war ein von Abenthum Robert aus Obermühlhausen gezüchtete Hürde-Sohn. Der Bulle überzeugte aufgrund seiner überdurchschnittlichen Entwicklung und seinen sehr guten genomischen Zuchtwerten. Mit 2400 € erzielte er zu Recht, auch einen für Natursprungstiere, überdurchschnittlichen Preis. Der Durchschnittspreis bei den 18 verkauften Stieren lag bei 1911€ und damit ca. 100€ über den Preisen im Februar. „Natürlich hornlos“ vererbente Bullen erwiesen sich einmal mehr als sehr begehrt und erzielten entsprechend gute Preise.

Etwas niedrigere Preise mussten die Anbieter von den Fleckvieh-Jungkühen hinnehmen. Mit durchschnittlich 1641€ war der Erlös hier ca. 60 € niedriger als am Markt zuvor. Bei den Tieren ohne Mängelansagen lag der Durchschnittspreis bei ordentlichen 1714 €. Die Preisspanne war sehr weit und lag je nach Qualität der Tiere zwischen 1000 und 2600 €. Von den 74 angebotenen Jungkühen konnten 61 verkauft werden. Den Tageshöchstpreis erzielte eine von Steingruber Josef aus Füllersried gezogene Mandrin-Tochter. Neben ihrer sehr guten Milchleistung (33,2kg) konnte die Jungkuh vor allem mit ihren ausgezeichneten, hoch angesetztem Euter überzeugen. Das Tier wechselt in einen Zuchtbetrieb nach Italien.

Von den 6 angebotenen Flechvieh-Zuchtkälbern könnten 4 Kälber verkauft werden. Die Preisspanne lag hier zwischen 240 und 360 €. Den Spitzenpreis erzielte ein gut entwickeltes, natürlich hornloses Manolo-Kalb vom Zuchtbetrieb Schilcher Leonhard aus Wildsteig.

 

Der letzte Zuchtviehmarkt in offizieller Funktion war es für unseren Veterinärdirektor und Leiter des Veterinäramtes Weilheim Dr. Konrad Renner. 31 Jahre begleitete er in verantwortlicher Position den Weilheimer Zuchtviehmarkt und war bis zu Letzt Mitglied der Körkommission. Die Weilheimer Zuchtverbände bedanken sich für die langjährige, sehr gute, praxisgerechte Zusammenarbeit und wünschen Dr. Renner alles Gute und vor allem Gesundheit in seinem wohlverdienten Ruhestand.

 

Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Donnerstag, den 11. April 2019 statt.