Zuchtviehmarkt

Zuchtviehmarkt in Weilheim: Große Nachfrage nach guten, leistungsbereiten Jungkühen

 Markt geräumt, Nachfrage nicht gedeckt. So kurz könnte man das Marktgeschehen vom 8. November in Weilheim zusammenfassen. Besonders gefragt waren bei den Käufern leistungsstarke Jungkühe mit gutem Exterieur. Zahlreiche Kaufinteressenten aus dem Ausland fachten die Nachfrage zusätzlich an und so zogen die Erlöse für die Tiere deutlich an.

Von 43 aufgetriebenen Fleckviehjungkühen wurden 42 Tiere zu einen durchschnittlichen Preis von 1718 € verkauft. Jungkühe ohne Mängelansagen erlösten im Schnitt gute 1821 €. Im Vergleich zum Oktober Markt bedeutete dies einen Mehrerlös von über 200 €.

Eine Raffzahn Tochter vom Zuchtbetrieb Goldbrunner Helmut aus Riegsee konnte mit 2400 € den Tageshöchstpreis erzielen. Die Jungkuh überzeugte vor allem durch ihr sehr gutes Euter und mit ihrem hohen Tagesgemelk (32,2kg). Das durchschnittliche Tagesgemelk aller Jungkühe war mit 27,4 kg insgesamt sehr ordentlich.

 Auch bei den Stieren war die Nachfrage sehr gut. Alle der 18 angebotenen Bullen fanden einen Käufer und konnten zu einem Durchschnittspreis von 1821 € verkauft werden. Die Preisspanne bei den Natursprungstieren bewegte sich dabei zwischen 1350 € bis 2350 €.

Spitzenbulle des Tages war ein Erbhof-Sohn, gezüchtet von Leininger Bernhard aus Oppenried.

Der hervorragend entwickelte Bulle wurde aus einer leistungs- und Exterieur starken Rumgo-Tochter gezogen und überzeugte mit durchwegs guten Zahlen aus seiner genomischen Untersuchung. Der Stier vererbt zusätzlich in der Milch seiner Töchter die ß-Kasein Variante A2A2, welche in letzter Zeit zunehmend an Bedeutung gewonnen hat und von einigen Molkereien favorisiert wird. Dementsprechend war das Interesse der Besamungsstationen an dem Bullen groß und es entwickelte sich ein spannendes Bieterduell. Letztendlich, sicherte sich die Station Bayern-Genetik den Bullen für 29500 €.

 Der „Wermutstropfen“ der Aktion war die Versteigerung der weiblichen Fleckvieh-Zuchtkälber. Die Nachfrage ist hier nach wie vor eher gering und die Preise stehen unter Druck. Von den 17 zum Verkauf angebotenen Kälbern konnten lediglich 11 Tiere verkauft werden. Der Durchschnittspreis lag bei 315 €, die Preisspanne bewegte sich von 235 € bis 380 €. Ein sehr gut entwickeltes Herzober-Kalb von Prielmann Reinhard aus Bidingen erlangte den Höchstpreis. Gute Qualität lässt sich weiter gut verkaufen!

 Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Donnerstag, den 6. Dezember statt.