Blauzunge

Auszug aus der ASR-Newsletter vom 29.03.2021

 Aktuelle Situation Blauzunge

Zum Stand der angestrebten Aufhebung der Blauzungen-Restriktionsgebiete informiert das bayerische Umweltministerium aktuell wie folgt:

 „In Bayern ist bislang kein Fall von Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden. Die Beschränkungen und Festlegung der Restriktionszone in Bayern basieren  auf einem BT-Ausbruch in Baden-Württemberg vom Januar 2019. Die Restriktionszone  wurde infolge weiterer Fälle im Januar und Februar 2019 in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg nach und nach vergrößert. Der letzte BT-Fall in Deutschland wurde im Februar 2021 aus Rheinland-Pfalz gemeldet. Dieser Fall hat aufgrund der Entfernung keine Auswirkungen auf Bayern. Er zeigt aber, dass weiterhin Fälle auftreten können. Deshalb ist den  Landwirten in Bayern die Fortführung der Impfung gegen BT auch weiterhin dringend zu empfehlen. 

Das Unionsrecht sieht grundsätzlich die Möglichkeit der Aufhebung einer BT-Restriktionszone frühestens zwei Jahre nach Feststellung eines BT-Falles vor. Hierzu muss ein Mitgliedstaat gegenüber der EU belegen, dass das Virus in der entsprechenden Tierpopulation (Rind, Schaf und Ziege) nicht zirkuliert. Dies ist nur mittels umfangreicher Monitoringuntersuchungen möglich. Der diesbezügliche Antrag auf Aufhebung einer Restriktionszone wird durch den Mitgliedstaat bei der Europäische Kommission (KOM) gestellt. Die für den Antrag relevanten Angaben und Unterlagen hinsichtlich der Untersuchungen aus Bayern wurden bereits frühzeitig an das BMEL übermittelt. Die KOM prüft derzeit den Antrag Deutschlands, hat sich bislang aber nicht hinsichtlich eines Zeitrahmens zum Abschluss des Verfahrens geäußert.

Erst mit einer Entscheidung der KOM kann eine Aufhebung der europarechtlich vorgeschriebenen Restriktionszone in Abhängigkeit der einzelnen aufgetretenen Fälle durch die jeweils zuständige Kreisverwaltungsbehörde vor Ort in Bayern erfolgen.“

Auf Basis einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Institutes (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) informiert die HI-Tier über die zulässigen Mindest- und Höchstabstände zwischen den Blauzungenimpfungen: https://www.hi-tier.de/HitCom/hilfe/impfungreg.asp#IMPF_STOFF. Danach beträgt der Mindestabstand zwischen erster und zweiter Impfung je nach Impfstoff 19 oder 21 Tage und der Maximalabstand zwischen erster und zweiter Impfung je nach Impfstoff 29 oder 36 Tage beträgt. Die Wiederholungsimpfung muss nach Rücksprache mit dem Paul-Ehrlich-Institut vor Ablauf von 407 Tagen nach der Zweitimpfung durchgeführt werden (Ausnahme: Für den Impfstoff ZULVAC BTV 8 von Zoetis ist noch kein Höchstabstand für die Wiederholungsimpfung festgelegt.).

 Den aktuellen Hinweisen, wonach bayerische Veterinärämter für Exporte aus der Restriktionszone eine engere Frist von 365 Tagen für die Wiederholungsimpfung bzw. eine Grundimmunisierung streng nach Herstellerangaben voraussetzen, sind wir nachgegangen. Die Angelegenheit ist momentan noch in Klärung durch das bayerische Umweltministerium. Wir werden umgehend informieren, sobald sich ein neuer Sachstand ergibt. Vorsichtshalber sollte einstweilen für zukünftige Impfungen von den 365 Tagen für die Wiederholungsimpfung ausgegangen werden.

Update vom 01.04.2021

 aus dem bayerischen Umweltministerium wurde heute Folgendes mitgeteilt:

 In der letzten Woche hat das Umweltministerium über die Regierungen die Veterinärämter informiert, dass nicht nur für innerstaatliche, sondern auch für innergemeinschaftliche Verbringungen der in HI-Tier hinterlegte Impfstatus maßgeblich ist. Das bedeutet, dass die in HI-Tier angegebenen Fristen (wieder) auch für den Export gelten.

 

 


Genomische Selektion

Für die kommende Zuchtwertschätzung im April 2021 ist die Einführung eines neuen Schätzsystems geplant. Im sog. Single-Step-Verfahren werden dann sowohl die genomische Zuchtwertschätzung als auch die konventionellen (mit Nachkommensleistungen) Schätzung in einem Verfahren, statt wie bisher in zwei getrennten Verfahren und einer anschließenden Verrechnung durchgeführt. Anbei erhalten Sie die aktuellen Einsendetermine. Es ist in Aussicht gestellt, dass sich in der zweiten Jahreshälfte durch das neue Verfahren Verkürzungen der Zeiträume ergeben werden.

 Sollten Sie Tiere in Ihrem Bestand typisieren wollen, melden Sie sich bitte bei Ihrem Fachberater! Die Typisierungskosten belaufen sich auf € 29,50 zuzgl. MwSt.

 Im Hinblick auf die anstehenden GS-Läufe 2021 möchten wir Sie wiederum um Mitwirkung bei der Entzerrung des Probeneingangs bitten und darauf hinweisen, dass bei einer frühzeitigen Einsendung von Proben (mind. 1 Woche vor Eingangstermin GeneControl) eine Verarbeitung der Probe zum Veröffentlichungstag mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gewährleistet werden kann. Ansonsten kann es aufgrund von überzähligen Proben bei einer sehr knappen Einsendung am genannten finalen Eingangs­termin zu einer Übertragung auf den nächsten Kandidatenlauf kommen. Insbesondere für die GS-Läufe im Mai, Juli und September sollen die Proben kontinuierlich eingeschickt werden, da wegen der Feiertage die Verarbeitung zeitlich und organisatorisch erschwert ist.

 Des Weiteren möchten wir darauf hinweisen, dass die Anzahl eingeschickter Blut- bzw. Haarproben in den regulären GS-Läufen erfreulicherweise weiter abge­nommen hat. Da diese Proben aber erhebliche Mehrkosten im Vergleich zur normalen Gewebestanze verursachen, prüfen wir derzeit, diese Zusatzkosten zukünftig auf den betroffenen Einsender umzulegen.

Erinnern möchten wir zudem nochmals, die Proben in Luftpolster-Umschlägen zu verschicken!.

GS
ZWS-Lauf

GeneControl
max.Eingang
Blut,Sperma,Gewebe
generell 12:00 Uhr

Ergebnisse
genom.
ZWS

2021 Jan.

30.11.2020

12.01.2021

2021 Feb.

04.01.2021

02.02.2021

2021 März

01.02.2021

02.03.2021

2021 April

01.03.2021

07.04.2021

2021 Mai

06.04.2021

04.05.2021

2021 Juni

03.05.2021

01.06.2021

2021 Juli

07.06.2021

06.07.2021

2021 Aug.

05.07.2021

10.08.2021

2021 Sept.

09.08.2021

07.09.2021

2021 Okt.

06.09.2021

05.10.2021

2021 Nov.

04.10.2021

02.11.2021

2021 Dez.

02.11.2021

07.12.2021


Immer gesucht:

Export
Wir suchen immer eine größere Zahl von Braunvieh- und Fleckviehkalbinnen für den Export. Gewünschte Trächtigkeit: ab 2 Monate. Es gelten die üblichen Exportbedingungen. Anmeldungen  zum Verkauf werden laufend unter Tel. 0881/98998-23/-24/-25 entgegengenommen.
Anfragen für Kaufinteressenten unter Tel. (0049) 0881/98998-23.


Milchliste - Zuchtviehmarkt:

Nach Abschluss der Probemelk-Meldungen veröffentlichen wir die Milchliste für den nächsten Zuchtviehmarkt auch im Internet.