Zuchtviehmarkt

 

 

Zuchtviehmarkt in Weilheim: Guter Start ins neue Jahr

 

Fast schon traditionell fanden zum ersten Markt des Jahres zahlreiche Besucher und Kaufinteressenten den Weg nach Weilheim und so war die Halle zur Versteigerung ordentlich gefüllt. Ordentlich war auch die Anzahl und Qualität der angebotenen Tiere. Aufgrund der guten Nachfrage konnten die Preise im Vergleich zum Dezember Markt nochmals leicht ansteigen.

Im Einzelnen:

Bei den Kuhkälbern zur Zucht wurden 22 Tiere aufgetrieben. Alle Tiere fanden einen Käufer und wurden zu einem Durchschnittspreis von 413 € verkauft. Ein natürlich hornloses Versace-Kalb vom Betrieb Drexl Bernhard in Schwifting erzielte den Tageshöchstpreis. Das Kalb präsentierte sich dank seiner guten Entwicklung und Pflege sehr gut und wechselt für stolze 575 € in einen Betrieb ins benachbarte Ostallgäu.

Ein recht großes Angebot gab es bei den Fleckvieh-Stieren. Von den insgesamt 26 aufgetriebenen Bullen konnten 18 Tiere in den Natursprung für durchschnittlich 1964 € verkauft werden. Der Erlös schwankte, je nach Qualität der Stiere von 1400 € bis zu 3000 €. Weitere vier in Wertklasse 1 eingestufte Bullen gingen an Besamungsstationen. Den höchsten Preis erzielte dabei ein Wolgasand-Sohn gezogen aus einer Leistungs- und Exterieur starken Resolut-Tochter. Der vom Betrieb Müller Georg, Hochstadt gezüchtete Bulle ging für 8000 € an die Besamungsstation Bayern-Genetik. Den Zuschlag für jeweils 3600 € bekam ein Wertvoll-Sohn, aufgezogen von Aumiller Anton, Merching und ein Wurzl-Sohn, gezüchtet und aufgezogen von Steingruber Josef aus Füllersried. Erwähnenswert beim letzteren Stier ist seine hervorragende Mutter. Die Windeck-Tochter Morella wusste bereits beim ZLF in München zu überzeugen und konnte dort einen 1b-Preis erringen.

Besonders freuen konnte sich auch der Züchter Riesch Benedikt aus der Jachenau. Sein Mahango-Sohn, ausgestattet mit sehr guten Zuchtwerten, vor allem im Exterieur, ging trotz der genetischen Besonderheit BH2 an die Besamungsstation CRV. Für den Betrieb der erst vor relativ kurzer Zeit in die Zucht eingestiegen war, ist dies ein schöner Erfolg.

 

Von den 65 aufgetriebenen FV Jungkühen wurden 57 Tiere verkauft. Den Zuschlag erhielten die Tiere ohne Mängelansagen, bei durchschnittlich 1789 € wobei die Preise von 1360 € bis 2300 € variierten. Die sehr guten Tagesmilchleistungen von im Schnitt 28,1 kg halfen sicherlich mit, das sich die Erlöse für die Tiere im Vergleich zum Dezember nochmals festigen konnten.

Jungkühe mit Mängel erzielten mit im Durchschnitt 1247 € deutlich niedrigere Preise.

Der Tageshöchstpreis von 2300 €, waren die Käufer für zwei Jungkühe bereit zu zahlen. Einmal für eine sehr schöne und leistungsbereite Dryland-Tochter vom Zuchtbetrieb Schmerold Karl aus Lauterbach und einmal für eine Hubert-Tochter von Lautenbacher Christine aus Bauerbach.

Des Weiteren konnten zwei gute Braunvieh Jungkühe zum Preis von 1100 € bis 1700 € verkauft werden.

Der nächste Zuchtviehmarkt findet am 12. Februar statt.